Rund ein Drittel der Sachsen besitzen laut einer Studie nur ein geringes Wissen über Medien. So lautet der zentrale Befund einer von der Landeszentrale für politische Bildung vorgenommenen Untersuchung. Als größtes Problem wird dabei Desinteresse angesehen.
Medienkompetenz ist auch Demokratiekompetenz.
«Denn nur wer Quellen, Akteure und deren Interessen erkennen und kritisch hinterfragen kann, kann selbstbestimmt am demokratischen Diskurs teilnehmen», sagte der Direktor der Landeszentrale, Roland Löffler, am Montag.
Die Autoren der Studie - Benjamin Bigl und Markus Schubert - bezeichneten Medienkompetenz als elementare Schlüsselkompetenz im digitalen Zeitalter, die zunehmend auch Freizeit, Ausbildung, Beruf und Arbeitsleben betreffe. «Auch im Kontext der jüngsten Wahlergebnisse sind unsere Befunde problematisch», sagte Bigl: «Gerade im ländlichen Raum verfügen die Menschen über deutlich geringere Kenntnisse über Medien sowie deren Strukturen, auch digitale Kommunikationsdienste und Tools werden deutlich weniger genutzt als in den urbanen Gebieten.»