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Politiker verlangt mehr Einsatz für Sorbisch-Unterricht

21.02.2017 von

Der sächsische Linke-Politiker Heiko Kosel hat mehr Einsatz für den Erhalt der sorbischen Sprache gefordert. Der Sorbisch-Unterricht in der Lausitz sei durch falsche Bildungspolitik und Lehrermangel bedroht, erklärte er am Dienstag zum Internationalen Tag der Muttersprache in Dresden. Obersorbisch und Niedersorbisch bedürften einer effektiven Förderung. Die Schließungen der sorbischen Mittelschulen in Panschwitz-Kuckau und Crostwitz in Sachsen hätten zur Ausdünnung des sorbischen Schulnetzes geführt.

Kontraproduktiv sind Kosel zufolge auch die jüngsten Entwicklungen in Brandenburg. Das Land wolle den Unterricht des Niedersorbischen fortan nur noch in Gruppen mit zwölf oder mehr Schülern genehmigen. Zugleich werde darüber nachgedacht, den klassenstufenübergreifenden Unterricht des Niedersorbischen generell für mehr als zwei Klassenstufen anzubieten. Das würde dazu führen, dass der Unterricht der Sprache nur noch an wenigen Standorten der Niederlausitz angeboten werden kann.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Ralf Hirschberger

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