Die dänische Entwicklungshelferin Anja Ringgren wird am kommenden Samstag in Dresden mit dem «Hope Award» geehrt. Dahinter verbirgt sich eine Auszeichnung für Menschen, die sich für ein besseres Leben der Kinder in Afrika engagieren. Lovén hatte 2012 in Nigeria die Organisation «DINNødhjælp» gegründet, um sogenannte «Hexenkinder» zu retten. Die Bezeichnung gilt Kindern, die von ihren Müttern, der Dorfgemeinschaft oder Priestern beschuldigt werden, verflucht zu sein. Häufig werden sie nach Missernten oder einem Familienunglück zum Sündenbock erklärt, aus ihren Dörfern vertrieben oder gefoltert, um ihnen so die vermeintliche Hexerei auszutreiben.
«Mit ihrer Organisation setzt sich Anja Ringgren Lovén für die Rettung der Kinder und die Bekämpfung des Aberglaubens in Nigeria ein», teilten die Organisatoren der Hope-Gala im Dresdner Kulturpalast mit. Gemeinsam mit David Emmanuel Umem habe Lovén ein Zentrum errichtet, das solchen Kinder wieder ein Zuhause gibt, sie versorgt und auch medizinisch betreut. Jedes der Kinder könne auch zur Schule gehen. Lovén sei überzeugt, dass der Schlüssel im Kampf gegen Aberglauben und Armut in der Bildung liegt, hieß es. Inzwischen habe ihre Organisation ein Stück Land gekauft und es «Land of Hope» genannt. Hier seien weitere Unterkünfte und Einrichtungen für «Hexenkinder» entstanden.