Der Handelsverband Sachsen sieht nach dem dritten Advent mit verkaufsoffenen Sonntagen in einigen Innenstädten «Anlass zu Optimismus». So brachte Geschäftsführer Gunter Engelmann-Merkel am Sonntag seine Zwischenbilanz auf den Punkt. Allerdings könne man angesichts des dramatischen Geschehens in Dresden nicht von einem unbeschwerten Einkaufsbummel am Wochenende sprechen. In der Dresdner Altmarkt-Galerie hatte sich am Samstag ein 40 Jahre alter Mann mit zwei Geiseln verschanzt. Bei einem Zugriff der Polizei wurde er schwer verletzt und starb später. Die Geiseln - ein 9 Jahre altes Kind und eine Angestellte (38) - blieben unverletzt.
Der Schaden für die Altmarkt-Galerie, die den ganzen Tag über geschlossen blieb, sei zwar groß, sagte Engelmann-Merkel der Deutschen Presse-Agentur. Viel wichtiger sei aber, dass die beiden Geiseln unverletzt sind und auch weitere Besucher im Umfeld der Galerie und des angrenzenden Striezelmarktes nicht zu Schaden kamen. «Trotzdem: Wir können nicht fröhlich über das Weihnachtsgeschäft reden.»