Die Verbraucherpreise in Tschechien sind im Januar im Jahresvergleich nur noch um 1,6 Prozent gestiegen, teilte das Tschechische Statistikamt (CZSO) in einer vorläufigen Schätzung mit. Damit verzeichnet das Land die niedrigste Teuerungsrate seit November 2016. Im Dezember hatte die Inflation noch bei 2,1 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise allerdings um 0,9 Prozent.
Den größten Einfluss auf die Verlangsamung hatten laut CZSO sinkende Energiekosten: Sie lagen fast acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne diesen Rückgang wäre die Inflation im Januar auf rund drei Prozent gestiegen. Dienstleistungen verteuerten sich hingegen um 4,7 Prozent, Lebensmittel stiegen moderat um 1,3 Prozent. Experten führen die Entwicklung vor allem auf staatliche Entlastungsmaßnahmen zurück. „Der Erlass der Gebühr für erneuerbare Energien spielte eine Schlüsselrolle“, erklärte David Marek, Chefökonom von Deloitte laut landesecho.cz. Niedrigere Kraftstoffpreise hätten den Trend zusätzlich verstärkt. Kritisch sehen Beobachter hingegen die anhaltend hohen Zuwächse im Dienstleistungssektor.