Mehr Sachsen haben sich im vergangenen Jahr am Bundesfreiwilligendienst beteiligt. Das geht aus Zahlen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hervor. Demnach waren 2016 im Land jeden Monat durchschnittlich 3805 sogenannte Bufdis beschäftigt. Im Vorjahr waren es 3341.
Der Bundesfreiwilligendienst ist der Nachfolger des Zivildienstes. Der größte Unterschied zum Pendant der einstigen Wehrpflicht: Das Bufdi-Angebot richtet sich an alle - Frauen und Männer, Junge und Alte, Deutsche und Ausländer.
Infolge der großen Flüchtlingsbewegung stellte die Bundesregierung Ende 2015 ein Sonderkontingent an Stellen für die Flüchtlingshilfe bereit. So leisteten in Sachsen im vergangenen Jahr auch 181 Flüchtlinge Bundesfreiwilligendienst. Insgesamt arbeiteten 637 Bufdis in Sachsen mit Flüchtlingen.
Waren Zivildienstleistende ausschließlich junge Männer, leisten den Bundesfreiwilligendienst in fast jedem Bundesland mehr Frauen als Männer. In Sachsen etwa waren im Dezember vorigen Jahres 1523 Bufdis Männer und 2014 Frauen.