Angesichts der gesellschaftlichen Veränderung plädiert der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers für eine neue Form der Solidarität innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands. «Wir haben bisher in gutem Maße Unterstützung von den westdeutschen Bistümern bekommen; jetzt merken wir, dass es auch im Westen Bistümer gibt, die finanziell nicht so gut dastehen», sagte das geistliche Oberhaupt der Diözese Dresden-Meissen der Deutschen Presse-Agentur. Die Solidarität der Bistümer könne nicht mehr länger nur auf Ostdeutschland ausgerichtet sein. «Der Finanzausgleich muss neu geregelt werden.» Wie, das sei noch vollkommen unklar.
Das bedeute auch für sein Bistum Einschnitte, sagte der Bischof. «Bis 2025 gibt es eine Regelung, die uns jährlich an die 10 Millionen Euro im Haushalt garantiert.» Das Niveau könne danach sicher nicht gehalten werden, auch weil im Zuge der Corona-Krise mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen zu rechnen sei. Es müsse dann überlegt werden, «wo Einsparungen möglich oder nötig sind».