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Zwist mit Kretschmer: Wanderwitz verzichtet auf Kandidatur

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz. / Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz. / Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz ist weiter im Clinch mit dem sächsischen Partei- und Regierungschef Michael Kretschmer und will nicht mehr für den Vorsitz seines Heimat-Kreisverbandes Zwickau kandidieren. In einem Brief an die Parteimitglieder habe er die Absage mit Kritik an Kretschmer verbunden, berichtete die «Sächsische Zeitung» am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe. Er wolle nicht mehr unter diesem Landesvorsitzenden dienen. Wanderwitz selbst mochte auf Anfrage keine weiteren Ergänzungen machen, will der Union aber die Treue halten. «Aber ja, ich bin und bleibe überzeugter Christdemokrat.»

Wanderwitz war bis zur Bundestagswahl 2021 Ostbeauftragter der Bundesregierung und einer der schärfsten Kritiker der AfD in seiner Partei. Zum Missfallen vieler in der CDU warf er den Ostdeutschen wegen ihres Wahlverhaltens vor, «diktatursozialisiert» und in der Demokratie nicht angekommen zu sein. Kritiker von Wanderwitz machten ihn nachher für Stimmenverluste bei der Wahl mitverantwortlich. Seinen Posten als Chef der sächsischen CDU-Landesgruppe im Bundestag musste er aufgeben.

Nach dem Bericht der «Sächsischen Zeitung» verweist Wanderwitz in seinem internen Schreiben an die Parteimitglieder darauf, dass man Wahlen gemeinsam gewinne und verliere. Nach der Bundestagswahl 2017 habe die sächsische CDU Kretschmer, der damals sein Bundestagsmandat verlor, «aufgefangen und getragen». Kretschmers Prinzip sei dagegen die Sündenbock-Suche. Auch weiteren CDU-Funktionären habe Wanderwitz in dem Schreiben mangelnde Unterstützung vorgeworfen, vor allem in der Auseinandersetzung mit der AfD, hieß es.

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