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Verfassungsschutz: Rechtsextremisten zieht es nach Sachsen

Dirk-Martin Christian spricht. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dirk-Martin Christian spricht. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber Rechtsextremisten macht Sachsen aus Sicht des sächsischen Verfassungsschutzes zum Sammelort für Neonazis. «Es lässt sich zunehmend eine innerdeutsche Migration von Rechtsextremisten nach Sachsen beobachten - beispielsweise aus Nordrhein-Westfalen», sagte Behördenleiter Dirk-Martin Christian der «Leipziger Volkszeitung» (Montag). Dabei spielen demnach auch andere Faktoren eine Rolle: «Preiswerte Immobilien, auf dem Land auch eine gewisse Form von Abgeschiedenheit, eine gute Arbeitsmarktsituation sowie moderne Infrastruktur.»

Es scheine jedoch dieses ein Problem zu sein: «Es wird sich vielfach nicht mehr von politischen Extremisten distanziert.» Das zeige sich etwa bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik. «Den sonstigen Protest-Teilnehmern ist es inzwischen offenbar egal, dass sie zusammen mit Rechtsextremisten demonstrieren.» Die mangelnde Abgrenzung vom Rechtsextremismus sei eine ernstzunehmende Gefahr. Kein Verfassungsschutz könne dieses Problem lösen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH