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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Trotz hoher Belohnung keine Hinweise nach Anschlägen

Bundeswehrfahrzeuge und Baumaschinen brennen, die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma wird überfallen. Um die Täter zu finden, loben die Ermittlungsbehörden eine hohe Belohnung aus. Kommt es zum erhofften Durchbruch?

Trotz ungewöhnlich hoher Belohnungen gibt es keine neuen Erkenntnisse zu drei Anschlägen mutmaßlicher Linksextremisten in Leipzig. «Es liegen keine Hinweise vor», sagte Ricardo Schulz von der Staatsanwaltschaft in Leipzig. In der vergangenen Silvesternacht hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge verübt. Davon waren insgesamt elf Fahrzeuge betroffen, darunter Geländewagen und ein Anhänger, die zur Reparatur in einer Werkstatt standen.

Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) hatte 80 000 Euro als Belohnung für Hinweise ausgelobt. Offenbar hatten die Ermittler gehofft, mit der immensen Summe einen Tippgeber aus der Szene zu erreichen - bislang jedoch vergebens.

In den beiden anderen Fällen hatte das LKA jeweils 50 000 Euro als Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Im November 2019 hatten vermummte Täter die Prokuristin einer Immobilienfirma in ihrer Wohnung überfallen und ihr Faustschläge versetzt. Sie wurde verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Einen Monat zuvor hatte es einen Brandanschlag auf eine Baustelle des früheren Technischen Rathauses gegeben. Dabei waren drei Autokräne angezündet worden. Während des Feuers kam es zu mehreren Explosionen und Verpuffungen.

Das Innenministerium hatte nach der Attacke und zahlreichen Anschlägen Ende 2019 die Sonderkommission Linksextremismus (SoKo LinX) eingerichtet. Diese war aus einer bereits bestehenden Ermittlungsgruppe entstanden und umfasste zunächst 20 Beamte. Im vergangenen Herbst hatte Innenminister Roland Wöller (CDU) nach weiteren Anschlägen angekündigt, die «Soko LinX» personell aufzustocken.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH