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Neue Beauftragte für Ostdeutschland und Integration benannt

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider spricht in Erfurt. / Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider spricht in Erfurt. / Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Thüringer SPD-Politiker Carsten Schneider soll neuer Beauftragter für die ostdeutschen Bundesländer werden. Als neue Integrationsbeauftragte der Bundesregierung benannte die künftige Ampel-Koalition die bisherige Integrationsbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern, Reem Alabali-Radovan, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Ampel-Kreisen erfuhr.

Alabali-Radovan (31) wurde als Kind irakischer Eltern in Moskau geboren. 1996 kam sie mit ihrer Familie nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie studierte in Berlin Politikwissenschaft, kehrte später nach Mecklenburg-Vorpommern zurück und errang bei der Bundestagswahl ein Direktmandat.

Schneider (45) wechselt von einer wichtigen Position innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion auf den ebenfalls im Bundeskanzleramt angesiedelten Posten. Seit dem Jahr 2017 war Schneider erster Parlamentarischer Geschäftsführer und damit eine Art Manager seiner Fraktion. Den Posten soll nun die bisher für Sozialpolitik zuständige SPD-Fraktionsvizechefin Katja Mast übernehmen.

Während der Ampel-Koalitionsverhandlungen leitete Schneider die wichtige Arbeitsgruppe Wirtschaft und war zwischenzeitlich auch im Gespräch für einen Ministerposten. Doch daraus wurde nichts, zumal nach der Ankündigung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), das Kabinett paritätisch besetzen zu wollen, nicht mehr viele Männer-Plätze zu vergeben waren.

Schneider sitzt bereits seit 1998 im Bundestag. Damals erlangte der gebürtige Erfurter in seinem Wahlkreis ein Direktmandat und war mit 22 Jahren der jüngste Abgeordnete seit Gründung der Bundesrepublik.

Der gelernte Bankkaufmann machte sich unter anderem einen Namen als Finanzexperte. Innerhalb der SPD gehört Schneider dem eher konservativem Seeheimer Kreis an.

Als Ostbeauftragter folgt Schneider dem sächsischen CDU-Politiker Marco Wanderwitz nach. Anders als Wanderwitz soll Schneider nicht im Bundeswirtschaftsministerium arbeiten, sondern im Bundeskanzleramt. Alabali-Radovan folgt dort der CDU-Politikerin Annette Widmann-Mauz nach.

Ebenfalls als Staatsministerin im Kanzleramt soll Sarah Ryglewski berufen werden, bisher Finanzstaatssekretärin.

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