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Schurig: Nachbesserungsbedarf bei Medien-Webseiten

Sachsens Datenschutzbeauftragter Andreas Schurig. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Sachsens Datenschutzbeauftragter Andreas Schurig. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig sieht Medienunternehmen bei der Gestaltung ihrer Internetseiten gefordert. Bei der täglichen Nutzung sorgten Cookie-Banner und die Einbindung von Drittanbietern mitunter für Verunsicherung. «Immer wieder gehen Beschwerden diesbezüglich bei mir ein», sagte er am Mittwoch in Dresden unter Verweis auf eine länderübergreifende Prüfung. Dabei wurden im Freistaat fünf reichweitenstarke Onlineauftritte unter die Lupe genommen. «Bei den geprüften Websites besteht Nachbesserungsbedarf bei der Gestaltung der Einwilligungslösungen, den Datenübermittlungen und der Transparenz der Angebote für Nutzerinnen und Nutzer.»

Auf der Basis eines gemeinsamen Prüfkatalogs wurden 49 Webangebote von Medienunternehmen in elf Bundesländern untersucht, mit Schwerpunkt Nutzertracking zu Werbezwecken. Die meisten entsprächen nicht den rechtlichen Anforderungen für den Einsatz von Cookies und anderen Trackingtechniken, so Schurig. Es werde gegen das Recht auf Schutz personenbezogener Daten verstoßen, indem eine sehr hohe Anzahl von Cookies und Drittdiensten verwendet werde, die überwiegend Nutzertracking und Werbefinanzierung dienten. Differenzierte Einwilligungen zu deren Verwendung würden zwar in der Regel abgefragt, meist seien diese aber unwirksam.

Die Datenschutzaufsichtsbehörden bemängelten unter anderen die Einbeziehung von Drittdiensten und die Cookies-Setzung vor der Einwilligungsabfrage, unzureichende oder falsche Informationen über das Nutzertracking oder das unterschwellige Drängen zur Abgabe einer Einwilligung durch auffällige Hervorhebung oder unnötig komplizierte Formen der Ablehnung.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH