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Sachsen und Latium intensivieren Kooperation

Sachsen und die italienische Region Lazio (Latium) wollen mit gemeinsamen Projekten enger zusammenrücken. Bei seinem Besuch in Rom erneuerte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zusammen mit Nicola Zingaretti, Präsident des Latium, am Donnerstag eine schon seit 2016 bestehende Kooperation. Beide waren bei der konstituierenden Sitzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe dabei. Die zwei Regionen möchten die Beziehungen in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur vertiefen.

Kretschmer unterstrich, dass durch derartige Initiativen auch Europa gestärkt werde. «Wir wollen diese Zusammenarbeit. Sie ist wichtig nicht nur für das Latium und Sachsen, sondern für das gemeinsame, europäische Projekt», sagte er. «Wenn nicht auf der regionalen Ebene die Zusammenarbeit gelebt und mit Herz und Begeisterung gemeinsam gearbeitet wird, dann hat das, was in Brüssel ist, keinen Unterbau.»

Die beiden Politiker sprachen sie sich darüber hinaus für weitere Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden in Sachsen und Lazio aus. Derzeit gibt es so etwas zwischen den Städten Markkleeberg und Boville Ernica sowie Sohland an der Spree und Rocca Priora.

Auf dem Gebiet der Wirtschaft geht es unter anderem um einen regelmäßigen Austausch von Informationen über geplante Messen und die Beteiligung an Messen. Die Wirtschaftsförderung Sachsen und die entsprechende italienische Institution Lazio Innova sollen ihre Beziehungen unter Beteiligung der Italienischen Handelskammer für Deutschland ausbauen. Im Bereich Bildung sind Austauschprogramme zwischen Schulen geplant. In der Wissenschaft soll es einen Austausch von Studenten, Lehrkräften und Wissenschaftlern geben.

Ferner ist eine Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen des regionalen Gesundheitswesens und Instituten auf dem Gebiet der medizinischen und virologischen Forschung vorgesehen. In Kunst und Kultur wollen sich beide Regionen bei Ausstellungen und der Denkmalpflege unterstützen.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe soll dafür sorgen, dass die Vorhaben nicht nur Absicht bleiben, sondern tatsächlich Wirkung entfalten. «Wir wollen gerne, dass aus diesem Treffen heute ein Folgetreffen entsteht, in dem sich Menschen aus den beiden Regionen zusammensetzen und austauschen», sagte Kretschmer.

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