Nach der Kritik Polens an den verschärften deutschen Grenzkontrollen betonen beide Seiten Gemeinsamkeiten in der Migrationspolitik. Beide Länder forderten einen verstärkten Schutz der EU-Außengrenzen und ein entschlossenes Vorgehen gegen illegale Migration, hieß es von deutscher Seite nach einem Treffen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit seinem polnischen Amtskollegen Tomasz Siemoniak in Warschau.
Dobrindt und Siemoniak seien sich einig, «dass Migranten derzeit in einem von Russland und Belarus ausgelösten hybriden Krieg eingesetzt werden». Es sei daher legitim, dass «Länder, die unter Migrationsdruck stehen, außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen, um die Destabilisierung der Asyl- und Sozialsysteme zu verhindern».
Siemoniak hob laut Mitteilung des Bundesinnenministeriums hervor, der Schutz der EU-Außengrenzen und die Bekämpfung der illegalen Migration seien gemeinsame Prioritäten für Deutschland und Polen. «Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen der modernen Welt trotzen.» Auch Dobrindt unterstrich: «Nur gemeinsam können wir die irreguläre Migration nach Europa weiter eindämmen.»