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Petitionsübergabe zu Bleiberecht für Vietnamesen abgesagt

Die Petitionen zum Bleiberecht des Vietnamesen Pham Phi Son und seiner Familie werden nicht wie geplant an diesem Freitag im Landtag übergeben. Wie das Parlament am Dienstag mitteilte, hat der Petent den Termin abgesagt. Nach Angaben des Flüchtlingsrates wird derzeit durch die rechtliche Vertretung der Familie eine andere Option geprüft, um den Aufenthalt der Familie schnellstmöglich zu organisieren. Pham Phi Son lebt seit 35 Jahren in Sachsen. Nun droht ihm, seiner Frau und seinem Kind die Abschiebung. Die Online-Petition zu ihrem Verbleib wurde bis Dienstagvormittag von 82.673 Menschen unterzeichnet.

«Wir sind absolut überwältigt von der großen Resonanz zur Petition und danken im Namen der Familie allen, die uns bislang unterstützt haben. Obwohl der Fall exemplarisch für viele Menschen steht, die sich hier über Jahre eine Existenz aufbauten, hatten wir noch kein vergleichbares mediales und politisches Echo», sagte Dave Schmidtke, Sprecher des Sächsischen Flüchtlingsrates, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dieser große Rückhalt aus der Zivilgesellschaft beweise, dass die betreffende Familie angekommen sei und das Bleiberecht hier verdient habe.

Pham Phi Son war den Angaben zufolge 1987 als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen. Zwischenzeitlich war er allerdings länger als ein halbes Jahr wieder in Vietnam gewesen und hatte damit Fristen in Deutschland verletzt. Der Fall hatte auch schon Gerichte beschäftigt, ebenso wie die Härtefallkommission des Landes - ohne Erfolg.

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