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Neubeginn für Freie Wähler: Partei wählt neuen Vorstand

Die Freien Wähler (FW) in Sachsen haben eine neue Führungsspitze. Der Leipziger Jurist Thomas Weidinger (59) wurde auf einem außerordentlichen Parteitag in Leipzig zum neuen Vorsitzenden gewählt, wie die Partei am Sonntag bekanntgab. Stellvertreterin ist die Psychologin Brit Reimann-Bernhardt aus Meißen. Zum fünfköpfigen Vorstand gehören ferner die Physiotherapeutin Claudia Drechsel aus Podelwitz (Nordsachsen), Pfarrer Anselm Meyer aus Zwickau sowie der Jurist Günther Hutschalik aus Bautzen. Von insgesamt 13 Kreisvereinigungen seien 10 in Leipzig vertreten gewesen, hieß es.

Die Neuwahl war erforderlich, weil zum Jahresende 2020 vier der fünf Vorstandsmitglieder die Partei verlassen hatte. Als einzige blieb Denise Wendt übrig, die auch im Bundesvorstand der Freien Wähler sitzt und in Sachsen künftig als jugendpolitische Sprecherin der FW an den Vorstandssitzungen teilnehmen soll. Der neue Vorstand dankte Wendt, dass sie die Freien Wähler in schwierigen Zeiten auf Kurs gehalten habe. Die Partei hat nach eigenen Angaben um die 100 Mitglieder.

«Das ist ein Neubeginn für die Freien Wähler in Sachsen. Wir stehen in der Mitte des bürgerlichen Parteienspektrums und streben zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden Sachsens eine enge Zusammenarbeit mit Bürgermeistern, Kommunalpolitikern und Wählervereinigungen an. Wir suchen pragmatische Lösungen statt zu verunsichern und zu polarisieren», erklärte Weidinger.

Die Freien Wähler und Wählervereinigungen sind traditionell vor allem in den Kommunen stark. Bei den Gemeinderatswahlen 2019 erreichten sie in Sachsen 25,8 Prozent der Stimmen und mehr als 3000 Mandate. Da Wählervereinigungen nicht bei der Landtagswahl antreten dürfen, wurde die Landesvereinigung Freie Wähler Sachsen als Partei gegründet. Sie trat erstmals 2014 an und erreichte dabei 1,6 Prozent der Stimmen. 2019 konnte sie das Ergebnis mehr als verdoppeln (3,4 Prozent).

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH