loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Nach Wöllers Entlassung: Gewerkschaft hofft auf Neuanfang

Michael Kretschmer (r) und Ralph Schreiber kommen in der Sächsischen Staatskanzlei zu einem Pressestatement. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Michael Kretschmer (r) und Ralph Schreiber kommen in der Sächsischen Staatskanzlei zu einem Pressestatement. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Am Freitag zog Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Reißleine und entließ Innenminister Roland Wöller. Die Polizei setzt nun Hoffnungen auf seinen Nachfolger.

Nach der Entlassung von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hofft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf einen Neuanfang. «Wir freuen uns, dass der Nachfolger ein frisches Gesicht ist und jemand, der mit den Verstrickungen im Innenministerium nichts zu tun hat», sagte der Chef des sächsischen Landesverbands, Hagen Husgen. Im Innenministerium habe es in der Vergangenheit viel Lagerdenken gegeben. Wöllers Nachfolger Armin Schuster (CDU) komme nun von außen und bringe einen externen Blick auf die Themen und Personalien mit.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte seinen Parteifreund und Innenminister Wöller am Freitag entlassen. Gegen ihn waren zuletzt wegen umstrittener Personalentscheidungen und Skandalen in der Polizei immer wieder Rücktrittsforderungen laut geworden. Sein Nachfolger Schuster soll am Montag seine Ernennungsurkunde als Minister erhalten. Er war bislang Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Husgen sagte, er hoffe besonders darauf, dass Schuster die Herausforderungen gemeinsam mit den Gewerkschaften angehe. «Ich baue darauf, dass er nicht die gleichen Fehler wie Wöller macht und die Kommunikation mit uns forciert.»

Als wichtige Themen nannte Husgen den Personalaufbau bei der sächsischen Polizei. Zudem müsse Schuster viele Herausforderungen wie die Digitalisierung der Polizei angehen. «Es ist eine ganze Menge, was wir mit ihm vorhaben», sagte Husgen.

Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten