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Ministerin besucht Schutzwohnung für geflüchtete Frauen

03.01.2017 von

Für geflüchtete Frauen und deren Kinder gibt es ab Dezember in Leipzig ein eigenes Schutzhaus vor häuslicher Gewalt. Das Pilotprojekt wird aus Landesmitteln finanziert. Bis Ende 2018 stehen dafür nach Angaben des Sozialministeriums rund 350 000 Euro zur Verfügung. Bei den Schutzräumen handelt es sich um zwei Wohnungen an einer geheim gehaltenen Adresse. Dort gibt es zwölf Plätze für schutzsuchende Frauen.

Geflüchtete Frauen seien bei familiärer Gewalt in einer besonders schwierigen Situation, sagte Gesine Märtens, Vorstand des Trägervereins. Sie hätten meist keine Freundin oder Mutter, zu der sie im Notfall gehen könnten. Zudem fehle es an Geld, um eine eigene Wohnung zu suchen. Genaue Zahlen zu familiärer Gewalt bei Geflüchteten gibt es nicht.

In den Schutzwohnungen werden die Frauen und ihre Kinder von zwei Sozialarbeitern betreut. Zudem stehen Dolmetscher bereit und Ehrenamtler, die bei Ämterterminen helfen können. Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) wird heute eine der Schutzwohnungen besuchen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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