Sachsens Linke wollen sich auf ihrem ersten Parteitag unter Corona-Bedingungen am Samstag in Plauen auch mit zunehmenden Verwerfungen als Folge der Krise befassen. «Diese Verteilungskämpfe, die damit im Zusammenhang stehen, die werden im Zentrum linker Politik, auch der Linken in Sachsen, stehen», sagte Parteichef Stefan Hartmann am Mittwoch in Dresden. Dabei gehe es um die Perspektive was von wem und zu wem verteilt wird.
Nach Darstellung der Parteivorsitzenden Susanne Schaper findet der Parteitag als bundesweit erster «Hybrid»-Parteitag der Linken in Plauen statt. 110 Delegierte werden «analog» im Saal sein, 80 Delegierte «digital» zugeschaltet. Die Abstimmung läuft elektronisch. Für das Treffen gelten diverse Hygieneauflagen. Alle 90 Minuten wird der Saal gelüftet. Als Gastredner spricht Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zu den Delegierten.
Hartmann zufolge wollen sich die Linken darauf verständigen, wie die in Sachsen geltende Schuldenbremse so korrigiert werden kann, dass dem Freistaat notwendige Investitionen möglich sind. Über dieses Thema ist sich derzeit die sächsische Koalition uneins. CDU und Grüne lehnen eine weitere Neuverschuldung über das bereits geplante Maß von bis zu sechs Milliarden Euro ab. Die SPD will das nicht ausschließen, wenn es um Zukunftsinvestitionen für das Land geht.