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Leipzig nimmt Notunterkunft für Geflüchtete in Betrieb

Blick in den Wohnbereich einer Flüchtlingsunterkunft. / Foto: Sebastian Willnow/dpa
Blick in den Wohnbereich einer Flüchtlingsunterkunft. / Foto: Sebastian Willnow/dpa

Die Stadt Leipzig will eine zusätzliche Notunterkunft wieder in Betrieb nehmen. In die Unterkunft in der Arno-Nitzsche-Straße sollen in der zweiten Novemberhälfte erste Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, kündigte die Stadt am Freitag an. In dem winterfesten Zelt sollen in Zukunft bis zu 150 Menschen verschiedenster Herkunft untergebracht werden. Bereits von Mai bis August 2022 waren dort Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht worden.

Nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine seien bislang rund 9800 Geflüchtete nach Leipzig gekommen, hieß es. Ende Oktober lebten über 1800 von ihnen in Leipziger Erstaufnahmeeinrichtungen. Insgesamt betreibt die Stadt nach eigenen Angaben 35 Gemeinschaftsunterkünfte, ein Übergangswohnheim und eine Notunterkunft. So könnten rund 4200 Personen untergebracht werden. Vier weitere Unterkünfte mit insgesamt 650 Plätzen, darunter auch die in der Arno-Nitzsche-Straße, seien in Planung.

Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen waren bis Anfang November insgesamt 56.373 ukrainische Geflüchtete im Freistaat gemeldet gewesen. Die meisten von ihnen würden in den Kommunen untergebracht, lediglich 218 Personen kämen momentan vorübergehend in den Aufnahmeeinrichtungen der Landesdirektion unter.

Neben Geflüchteten aus der Ukraine seien seit Beginn dieses Jahres bis Ende Oktober 14.679 Asylsuchende aus anderen Ländern nach Sachsen gekommen, erklärte die Direktion auf Anfrage.

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