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Köpping will mehr Mittel für Projekte gegen Antisemitismus

11.10.2019 von

Foto: Petra Köpping (SPD) lächelt. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) will sich für eine bessere finanzielle Ausstattung für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus einsetzen. Vor dem Hintergrund des «antisemitischen Terrors» in Halle müssten die Mittel aufgestockt werden, so die Politikerin am Freitag. Zudem appellierte sie an die künftige sächsische Regierung, das Thema ganz oben auf die Agenda zu setzen. Im April hatte das Integrationsministerium rund 150 000 Euro für Projekte gegen Bekämpfung von Antisemitismus bereitgestellt. Der Bedarf überstieg die vorhandenen Mittel, hieß es.

«Wir beobachten mit unserem Demokratie-Zentrum Sachsen mit großer Aufmerksamkeit die aktuellen Entwicklungen im Bereich Antisemitismus und stellen mit Sorge eine Zunahme von Feindschaften gegen Jüdinnen und Juden fest», so Köpping. Deshalb müssten Unterstützung und Beratung für Betroffene weiter ausgebaut und präventive Angebote zu stärken.

Im vergangenen Jahr wurde 136 antisemitische Straftaten in Sachsen registriert - das waren 33 Taten mehr als 2017. In diesem Jahr wurden bisher 87 Fälle gemeldet. Nach Angaben des Innenministeriums dominiere bei den Taten ein rechter Hintergrund. Die andernorts zu beobachtende Zunahme antijüdischer Hetze mit einem muslimischen oder islamistischen Hintergrund spiele in Sachsen bislang keine Rolle, hieß es. Lediglich zwei Fälle wurden 2018 registriert.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Petra Köpping (SPD) lächelt. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa

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