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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Koalitionspartner beharken sich weiter wegen Energiewende

Sachsens Grüne liegen mit ihrem Koalitionspartner CDU beim Thema Energie weiter im Clinch. Nachdem Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) am Montag die Energiewende in ursprünglich geplanter Form für gescheitert erklärte, konterte die Grünen-Spitze am Dienstag. «Die Ampel-Bundesregierung zieht den Karren aus dem Dreck, den die CDU 16 Jahre lang mit ihren energiepolitischen Versäumnissen auch in Sachsen festgefahren hat.

Der Ministerpräsident sollte jetzt Demut und Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen», erklärte Parteichefin Christin Furtenbacher in Dresden. Täglich «neues Gepolter» sei fehl am Platz. «Mit einer solchen Kommunikation wird das gesellschaftliche Klima vergiftet - eine zusätzliche Krise, die in diesen unsicheren Zeiten niemand braucht.»

Marie Müser, Ko-Vorsitzende der Grünen, hielt «öffentliche Ratschläge von der Seitenlinie» für unangebracht. Statt Scheindebatten zu führen, sollten CDU und Kretschmer ihre Energie lieber in den Ausbau von Wind- und Solarenergie setzen: «Es muss jetzt Schluss sein mit Denkverboten beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wir brauchen jetzt Vernunft und Sachverstand und müssen ehrlich alle Optionen auf den Tisch legen, um die notwendigen Ausbauziele für die Erneuerbaren hier in Sachsen zu erreichen.» Alle müssten jetzt an einem Strang ziehen. Von Kretschmer erwarte man eine «konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bund».

Kretschmer hatte auch am Dienstag noch einmal seine Kritik am Festhalten der Bundesregierung an der Energiewende mit einem Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung bekräftigt. Er sah angesichts der Preisexplosion auf dem Energiemarkt - bedingt durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine - das «Kartenhaus» der Energiewende zusammengefallen.

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