Klimaschützer haben am Donnerstag eine Straßenkreuzung im Süden von Dresden blockiert - legal, denn die Versammlung war angemeldet. Mit der Aktion forderten sie einen gerechten Klimaschutz in Dresden und protestierten zugleich gegen Umweltzerstörung im Waldstück Heidebogen unweit der Elbestadt. Dort wird regelmäßig Wald für den Abbau von Kies gerodet. Die Demonstranten verlangten schon im Vorfeld eine rasche Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Dresden. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nach Berichten von Augenzeugen nicht. Unmittelbar vor der Blockade hatte allerdings der Ausfall einer Ampelanlage für Staus gesorgt.
«Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist bereit, etwas zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen zu tun. Aber ganz entscheidend für diese Bereitschaft ist, dass die Menschen wissen, dass es gerecht zugeht», erklärte der Physiker Fritz Pielenz. Es müsse von Anfang an mit untersucht werden, ob und wie unterschiedlich Menschen von den im Konzept beschriebenen Maßnahmen belastet werden - oder profitieren. Die Stadt müsse etwa beim Thema Heizen die Leute bei der Beantragung von Förderungen unterstützen und gegebenenfalls mit eigenen Maßnahmen für sozialen Ausgleich sorgen. «Wer Gerechtigkeit hinten anstellt oder schlecht kommuniziert, liefert zudem Steilvorlagen für alle Kräfte, die mit Spaltung Klimaschutz verhindern oder eigene Vorteile erringen wollen».