Ostritz zeigt Gesicht. «Wir wollen erneut ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit setzen. Die Gefahr des Rechtsextremismus ist weder in der Region noch in Sachsen, Deutschland und Europa gebannt», sagte Michael Schlitt, Stiftungsdirektor des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal (IBZ) in Ostritz. Am 25. und 26. September ist die Stadt an der Neiße wieder Gastgeber des Friedensfestes.
Seit 2018 veranstaltet das IBZ mit Ehrenamtlichen und der Stadt das Friedensfest als Gegenveranstaltung zum Rechtsrock-Festival. Ein Privatgrundstück in der Stadt - das Gelände des Hotels «Neißeblick» - ist immer wieder Pilgerort für Hunderte Neonazis aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. In diesem Jahr war das sogenannte «Schild und Schwert»-Festival der Rechtsextremisten für Juni geplant, wurde wegen der Corona-Pandemie auf September verschoben. Veranstalter und NPD-Spitzenfunktionär Thorsten Heise hatte über seine Internetseite das Treffen Ende August allerdings abgesagt, unter anderem wegen der Auflagen des Ordnungsamtes.