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DIW-Präsident: Ostdeutsche Regionen müssen sich öffnen

05.09.2020 von

Foto: Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Foto: Daniel Naupold/dpa/Archivbild

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat sich 30 Jahre nach der deutschen Vereinigung für eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland ausgesprochen. «Ostdeutsche Regionen brauchen ein wirtschaftliches Umdenken, sie müssen eigene Stärken entwickeln und weniger das Modell westdeutscher Regionen nachahmen», sagte Fratzscher dem «Handelsblatt».

Technologie, Talent und Toleranz seien der Schlüssel zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. «Dafür müssen viele ostdeutsche Regionen sich stärker öffnen», sagte der DIW-Chef. «Nur wenn sie innovative und junge Menschen halten und anlocken, können sie langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein.»

Fratzscher sieht den Osten auf einem guten Weg. «Die Wirtschaftskraft ostdeutscher Regionen hat deutlich zugenommen, auch wenn der Aufholprozess zum Teil ins Stocken geraten ist», sagte er. Das Problem heute sei nicht ein wirtschaftlicher Ost-West-Unterschied, sondern ein zunehmendes Süd-Nord-Gefälle. Regionale Unterschiede nähmen überall in Deutschland zu. «Kommunen und finanzschwache Länder müssen gestärkt werden, um die wirtschaftliche Divergenz in Deutschland stoppen zu können», erklärte der Ökonom.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Foto: Daniel Naupold/dpa/Archivbild

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