Die Partei der Freien Wähler in Sachsen will nach einem Richtungsstreit als «Kraft der Mitte» einen Neuanfang wagen. «Verschwörungstheoretiker und Querdenker haben bei uns keinen Platz. Deswegen haben uns zum Jahresende einige Mitglieder wieder verlassen, die mit anderen Vorstellungen beigetreten waren», sagte Vize- Landeschefin Denise Wendt (26). Nun könne man sich wieder der Sacharbeit widmen.
«Der Bundesvorstand steht voll hinter dem Neuanfang in Sachsen. Ich erfahre große Unterstützung. Unser Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger hat mir bereits zugesagt, uns bei der inneren Weiterentwicklung und der Bundestagswahl persönlich zu unterstützen», betonte Wendt, die die Partei bis zur Neuwahl führt. Man müsse jetzt sehr schnell zu geordneten Verhältnissen zurückkehren. Sie sei bereits mit einigen Kreisvereinigungen im Gespräch, damit die erforderliche Nachwahl rasch erfolge und man sich auf die Bundestagswahl konzentrieren könne.
Einen Termin für die Nachwahl gibt es Wendt zufolge noch nicht. «Die Sicherheit unserer Mitglieder hat oberste Priorität. Abhängig vom Infektionsgeschehen werden wir schnellstmöglich zu einem Wahlparteitag zusammenkommen.» Bis dahin bleibe sie im Kontakt mit einigen Kreisvorsitzenden. «Wir sind ein starkes Team, das diese Herausforderung meistert. Wir blicken der in 2021 anstehenden Bundestagswahl optimistisch entgegen.» Wendt zufolge sind nach der Austrittswelle von vormals 130 Parteimitgliedern 90 verblieben.