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Corona-Schulden als Belastung für künftige Generationen

Euro-Geldscheine liegen auf einem Tisch. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
Euro-Geldscheine liegen auf einem Tisch. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Der Sächsische Rechnungshof sieht die coronabedingte Finanzsituation im Freistaat mit Sorge. «Der sächsische Landeshaushalt befindet sich in einer angespannten Lage», sagte Präsident Karl-Heinz Binus am Donnerstag bei der Vorstellung des aktuellen Jahresberichts in Dresden. Durch die Aufnahme von Krediten zur Bewältigung der Corona-Pandemie seien die Schulden von 2,8 Milliarden Euro auf 5,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gestiegen. Gerechnet pro Einwohner seien 2020 die Finanzschulden pro Kopf um 97 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Der Rechnungshof kritisierte fehlende Maßnahmen im aktuellen Doppelhaushalt, um die Neuverschuldung zu begrenzen. Binus warnte vor einer Belastung für künftige Generationen und forderte mehr «Einsparanstrengungen». Die unabhängige Kontrollinstitution bewertet regelmäßig die Finanzpolitik des Landes und der Kommunen. Die Prüfer sind nur dem Gesetz unterworfen und nicht von Regierenden abhängig.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH