Der Bund übernimmt die Kernbrennstoffe aus dem früherem Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden. Am Dienstag billigte das sächsische Kabinett einen entsprechenden Vertrag mit dem Bundesumweltministerium. Konkret geht es um 951 abgebrannte Brennelemente in 18 Castor-Behältern. Sie befinden sich seit 2005 im Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus, blieben bisher aber in sächsischer Verantwortung. Sachsen hatte seit Jahren auf eine andere Zuständigkeit gedrängt. Das Bundesumweltministerium ist die oberste Aufsichtsbehörde für alle Kernbrennstoffe in Deutschland.
«Die nun gefundene Lösung ist ein für beide Seiten faires Ergebnis», erklärte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Er sei froh, dass nun klare Verhältnisse und Rechtssicherheit herrschen. Laut Ministerium ist die Betriebsgenehmigung für Ahaus bis 2036 befristet. Unter Umständen hätte das eine Rückholung der Brennelemente nach Sachsen bedeutet, was mit immensen Kosten verbunden gewesen wäre. Mit Übertragung der Verantwortung an den Bund können nun alle weiteren Planungen aus einer Hand erfolgen.