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«Auf die Barrikaden»: Pellmann will kämpferische Linke

Sören Pellmann (Die Linke). / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild
Sören Pellmann (Die Linke). / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild

Als Kandidat für den Vorsitz der Linken will der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann die Partei auf ein schärferes sozialistisches Profil einschwören. In einem Zehn-Punkte-Plan, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert Pellmann eine «kämpferische, handlungsfähige sozialistische Linke, die lautstark gegen die soziale Ungleichheit auf die Barrikaden geht und den Menschen einen spürbaren Mehrwert bietet».

Pellmann will sich beim Parteitag der Linken Ende Juni in Erfurt als Bundesvorsitzender bewerben. Die Partei steckt nach einer Serie von Wahlniederlagen, nach Sexismusvorwürfen und dem Rücktritt der Co-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow in einer tiefen Krise. Der ganze Vorstand wird neu gewählt. Die noch amtierende Co-Chefin Janine Wissler tritt wieder an. Aussichtsreicher Gegenkandidat für die männliche Position in der Doppelspitze ist der Europaabgeordnete Martin Schirdewan.

Pellmann bekräftigte, dass die Partei in einer existenziellen Krise stecke. Seine Gegenvorschläge: die Linke als «moderne Partei der sozialen Gerechtigkeit» platzieren; Schulterschluss mit der Friedensbewegung gegen Waffenlieferungen an die Ukraine; verständliche Sprache; besonderes Augenmerk auf den Osten; Aufklärung der Sexismusvorwürfe; Stärkung der Parteigremien, Ende des öffentlichen Streits; bessere Basisarbeit in kleinen Kreisverbänden und auf dem Land.

Der 45-jährige Pellmann ist auch Ostbeauftragter der Linksfraktion im Bundestag. Er ist in der Partei bisher nicht übermäßig einflussreich. Anerkennung bekam er, weil er bei der Bundestagswahl 2021 eines von drei Direktmandaten für die Linke errang. Diese zog damit in Fraktionsstärke ins Parlament, obwohl sie bundesweit an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

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