Der Angriff von US-Truppen auf Venezuela am Samstag kam überraschend. Auch tschechische Politiker zeigten sich erstaunt über die Aktion, teilte Radio Prag International mit. Allerdings sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in seiner Reaktion vom Montag auch: „Es war insgesamt zu erwarten gewesen. Die Delta Force hat einen einzigartigen Eingriff gegen ein autokratisches Regime unternommen. Hoffentlich führt dies dazu, dass die Einwohner Venezuelas Freiheit und Demokratie haben und eine demokratische Regierung wählen werden.“
Babiš erinnert zudem an den Fall des Tschechen Jan Darmovzal, der seit September 2024 in Venezuela in Haft ist. Laut dem Maduro-Regime soll er an einem Umsturzversuch gegen den Präsidenten beteiligt gewesen sein. Das tschechische Außenministerium, damals noch geleitet von Jan Lipavský (parteilos), hatte dies zurückgewiesen und die Inhaftierung als illegal bezeichnet. Auch der neue Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) ging auf den Fall ein. Er sagte dazu und zu dem südamerikanischen Land: „Wir halten jetzt eine Beruhigung der Lage dort und diplomatische Verhandlungen für wichtig, und das auch unter Beteiligung der venezolanischen Opposition. Für das Außenministerium stehen Sicherheit und konsularische Hilfe für die tschechischen Bürger in Venezuela an erster Stelle, und zwar inklusive des illegal inhaftierten tschechischen Bürgers.“