Die Zahlen geben ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal 2025 wurden 259 ausreisepflichtige Ausländer aus Sachsen abgeschoben. Davon erfolgten 233 Rückführungen durch die Landesdirektion Sachsen. Hauptzielländer dieser Rückführungen waren Georgien, Kroatien, Tunesien, Frankreich und die Türkei. Bei 68 Personen der durch die Landesdirektion Rückgeführten handelte es sich um Straftäter, teilte die Behörde am Freitag mit.
Weitere 26 Rückführungen (Ausreisepflichtige ohne Asylbezug) erfolgten durch die unteren Ausländerbehörden. Hauptzielländer dieser Rückführungen waren die Tschechische Republik, Polen, Slowakei und Serbien.
Die Zahl der durch die Landesdirektion erfassten freiwilligen Ausreisen beläuft sich für das 1. Quartal auf 443 Personen. Dazu gehören staatlich geförderte als auch bekannt gewordene selbstfinanzierte Ausreisen. Die meisten Rückkehrer waren türkische Staatsangehörige, gefolgt von venezolanischen, syrischen, georgischen und russischen Staatsbürgern.
Im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres liegt die Zahl der Abschiebungen auf ähnlichem Niveau (-19), während sich die Zahl der freiwilligen Ausreisen mehr als verdoppelt hat (+245). Innenminister Armin Schuster (CDU): "Ich begrüße jeden Fall, in dem ein endgültig abgelehnter Asylbewerber seiner Pflicht zur Ausreise in eigener Verantwortung nachkommt und keine staatlichen Abschiebemaßnahmen mit den daraus resultierenden Schwierigkeiten für alle Seiten erforderlich werden." Exakt sind die freiwilligen Ausreisen von Januar bis März 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um 123,74 Prozent gestiegen.