Die Sächsische Staatsoper Dresden kann auf neues bürgerschaftliches Engagement bauen. Am Mittwoch nahm die Sächsische Semperoper Stiftung ihre Arbeit auf. Sie soll unter anderem Aufführungen unterstützen, die über den üblichen Rahmen hinausgehen. Vorstandsvorsitzender Gerhard Müller nannte als Beispiel innovative Projekte, die abseits vom Kernpublikum neue Bevölkerungsschichten und dabei vor allem junge Leute ansprechen. Auch Open-air-Konzerte auf dem Theaterplatz, Angebote für Kinder, Bildungsprogramme und digitale Angebote sollen unterstützt werden.
Nach den Worten von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht es nicht nur darum, das kulturelle Erbe zu bewahren, sondern es zu mehren. «Wir stehen in einer Tradition. Wir haben eine große Verantwortung. Diese Institution ist ein Kulturbotschafter Deutschlands und Europas. Wir haben einen Auftrag für die Vermittlung des kulturellen Erbes.» Man habe aber auch einen Auftrag, ein Ort für zeitgenössische Kunst und Musik zu sein. Die Semperoper sei an sich auskömmlich finanziert, aber für Projekte «on top» brauche man bürgerliches Engagement.