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Rundgang durch Mysterium Banksy: Schau mit Repliken

Besucher stehen hinter der Statue „Angel Bust“. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Besucher stehen hinter der Statue „Angel Bust“. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dem Leben und Werk des britischen Street-Art-Künstlers Banksy können Besucher nun auch in Dresden in der Ausstellung «The Mystery of Banksy - A Genius Mind» näher kommen. Bis Anfang 2022 sind in einer ehemaligen Fabrik rund 100 seiner Bilder versammelt. «Alles Repliken, aber täuschend echt», sagte Kuratorin Virginia Jean am Freitag vor der Eröffnung. Der Ort der nicht autorisierten Schau sei das passende Flair, um sich dem Graffiti-Künstler und Maler, dessen Identität geheim ist und dessen Arbeiten teils für viele Millionen Euro versteigert werden, zu nähern.

Zu sehen sind Bilder, die dieser weltweit an Häuser und andere Flächen sprühte, Fotografien, Videoinstallationen, Skulpturen und Drucke auf Materialien wie Leinwand, Stoff, Aluminium, Forex und Plexiglas. Auch der Londoner U-Bahn-Waggon, den er im Sommer 2020 mit Ratten und Coronamasken versehen hatte, wurde nachgebaut. Zudem ist ein Live-Mitschnitt der Auktion von 2018 zu sehen, als sich das berühmte Bild «Girl With Balloon» selbst schredderte, zum Entsetzen der Anwesenden.

Zu den Exponaten gehören auch die ältesten und jüngsten Werke des Künstlers, Wandbilder, die herausgetrennt und verkauft wurden, sowie Drucke, deren Originale sich in Privatsammlungen befinden. «Viele wissen gar nicht, dass Banksy nicht nur Straßenkunst macht», sagte Jean. Die aus England stammende und in Berlin lebende Galeristin beschäftigt sich seit Jahren mit Street-Art. Sie fasziniert die Schnelligkeit von Banksys Straßenkunst und die Tatsache, dass er in einer Zeit, in der Anonymität fast unmöglich ist, komplett unerkannt bleibt. «Er macht sich eine Schablone, nimmt sich eine Sprühdose und schafft in Sekunden etwas, das mehr sagt als tausend Worte.» Die Ausstellung war zuvor bereits in Heidelberg zu sehen und kann derzeit auch noch in München besucht werden.

Informationen zur Ausstellung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH