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Prominentes Gastspiel in der Dresdner Gemäldegalerie

09.10.2020 von

Foto: Das Caravaggio-Gemälde «Johannes der Täufer (Knabe mit dem Widder)». Foto: Horst Ossinger/dpa

Mit dem Ölbild «Johannes der Täufer» von Carravaggio (1571-1610) ist ab nächster Woche eine Ikone der italienischen Kunst in der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden zu Gast. Das Meisterwerk aus den Kapitolinischen Museen in Rom bekommt bis Mitte Januar 2021 Gesellschaft von mehr als 50 Gemälden aus Dresdner Bestand, die Caravaggios Einfluss auf die Kunst über Generationen und Landesgrenzen hinweg sichtbar machen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) am Freitag ankündigten. Unter dem Titel «Caravaggio. Das Menschliche und das Göttliche» werden Werke von Parmigianino, Veronese, Peter Paul Rubens, Jusepe de Ribera, Francisco de Zurbarán, Giordano oder Johannes Vermeer versammelt.

Caravaggio gehört laut SKD durch seine überzeitliche Stellung in der Kunstgeschichte zu den einflussreichsten Künstlern. Sein für eine Privatsammlung gemalter «Johannes der Täufer» sei seit der Entstehung 1602 Gegenstand von Diskussionen. Wegen der provokanten Darstellung des Heiligen als nackter Knabe, der einen Widder umarmt, werde über die Botschaft des Bildes und die Intention des Malers spekuliert. Dabei vereine das Gemälde alle künstlerischen Qualitäten, für die Caravaggio stehe: Helldunkelmalerei, radikalen Naturalismus und völlig neue Erzählungen, die er in seinen Bildern entwickelte und die später zum Ideal wurden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Das Caravaggio-Gemälde «Johannes der Täufer (Knabe mit dem Widder)». Foto: Horst Ossinger/dpa

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