Beim renommierten Moritzburg Festival können erstmals Fans der Kammermusik und Neugierige in aller Welt live dabei sein, ohne selbst in die idyllische Kulturlandschaft bei Dresden zu reisen. Alle Konzerte der 29. Ausgabe werden über die internationale Plattform Dreamstage gestreamt und damit auch digital zugänglich. Die Eröffnung an diesem Samstagabend auf der Nordterrasse des einstigen Jagdschlosses von Sachsens legendärem Kurfürsten August dem Starke (1670-1733) ist die Premiere.
«Die glücklichen Momente, wo Musiker untereinander und dann auch mit Publikum zusammenkommen können, sind immer noch etwas Besonderes», sagt Cellist Jan Vogler, künstlerischer Leiter des Festivals, unter Verweis auf den weiterhin eingeschränkten Konzertbetrieb vor allem durch das nach wie vor schwierige Reisen. «Wir merken das alle.» Umso erfreulicher seien die Begegnungen an diesem Ort des Austauschs, die inspirierten und neue Ideen möglich machten.
Das diesjährige Programm umfasst 22 Veranstaltungen mit 29 Solisten bis zum 22. August. Dabei spielen Angehörige der Top-Liga wie Pianist Louis Lortie, Cellist Pablo Ferrández, Oboist Albrecht Mayer oder Geigerin Mira Wang, Voglers Frau, mit ganz jungen Shooting-Stars zusammen. Das sei der Inhalt des Festivals, das schon oft junge Musiker präsentierte, die dann Karriere machten wie die argentinische Cellistin Sol Gabetta, sagte Vogler. Der Austausch der Generationen sei das Wichtigste, den schätze auch das Publikum, wie die hohe Qualität der Musiker.