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Olga Grjasnowa: Begriff «Migrationsliteratur» unsäglich

25.03.2017 von

Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa (32, «Gott ist nicht schüchtern») wehrt sich gegen den Begriff der «Migrationsliteratur». «Es ist fragwürdig, rassistisch und paternalistisch», sagte Grjasnowa im Interview der Deutschen Presse-Agentur auf der Leipziger Buchmesse. «Die einzige Gemeinsamkeit der Migrationsautoren ist übrigens ihre Herkunft und nicht etwa eine ästhetische oder thematische Gemeinsamkeit. Alle, wirklich ausnahmslos alle, die einen seltsam klingenden Namen haben oder deren Eltern oder auch sie selber nicht in Deutschland geboren worden sind, werden unter diesem unsäglichen Begriff zusammengefasst.» Grjasnowa wurde in Baku in der Sowjetunion geboren und kam im Alter von elf Jahren nach Deutschland.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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