Kamenz feiert wieder seinen berühmtesten Sohn: Mit den diesjährigen 52. Kamenzer Lessingtagen soll ein Bogen von der Reformation bis zu unmittelbaren Fragen der Gegenwart gespannt werden. Unter dem Motto «Weltsichten - Zeitbilder» eröffnet das Literaturfest am 19. Januar mit der Verleihung des Lessing-Preises an den Schriftsteller Marcel Beyer.
«Die Lessingtage gehören zu den ältesten Literatur-Festivals im Land. Sie holen über ein in der Stadt verwurzeltes Thema ganz verschiedene Blickwinkel auf die heutige Welt nach Kamenz», sagte die Leiterin der Städtischen Sammlungen, Sylke Kaufmann. Auf Besucher warten Theaterinszenierungen, Lesungen, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen. Förderpreise gehen in diesem Jahr an die Autorinnen Anja Kampmann und Bettina Wilpert.
Unter anderem kommt das a.gon Theater München am 2. Februar mit seiner «Nathan»-Inszenierung ins Kamenzer Stadttheater. Mit vielen Zuhörern rechnet Kaufmann bei dem Violin-Gitarren-Konzert mit Kolja Lessing und Johannes Monno am 26. Januar im Ratssaal. «Kolja Lessing gehört zu der großen Lessing-Familie und stammt aus der Linie eines Bruders des großen Aufklärers.»