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Landesbibliothek gibt zur NS-Zeit geraubte Bücher zurück

Die Sächsische Landesbibliothek will mehrere hundert Bücher aus NS-Raubgut an die rechtmäßigen Erben zurückgeben. «Noch viel wichtiger als diese Fallzahlen sind die Schicksale, die dahinter stehen. Es ist auch unsere Aufgabe, und das wird angesichts fortschreitender Zeit immer wichtiger, die dazugehörigen Geschichten zu erzählen», erklärte Jana Kocourek, Koordinatorin der Provenienzforschung an der Landesbibliothek, am Montag in Dresden. 61 Bücher habe man bereits restituiert.

Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek - abgekürzt SLUB - betreibt seit zehn Jahren Forschung zu Büchern, die ihren Besitzern in der NS-Zeit entwendet wurden oder anderweitig unrechtmäßig in den Besitz anderer gelangten. Hinweise darauf geben etwa Exlibris, Stempel oder manchmal auch Namenseinträge und Nummern. In einigen hundert Fällen gab es Erkenntnisse, die auf eine Verfolgung der Besitzer aus rassischen, religiösen, weltanschaulichen oder politischen Gründen hindeuten.

Mit Blick auf den Tag der Provenienzforschung an diesem Mittwoch (14. April) hat die SLUB eine neue Ausstellung über die Forschung zu NS-Raubgut zusammengestellt. Sie zeigt, wie es identifiziert und wie Vorbesitzer der Bücher ausfindig gemacht werden können.

Digitale Führung durch die Ausstellung

Ausstellung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH