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Kunstwerk der Moderne: Haus Rabe öffentlich zugänglich

Bauhaus-Architekten und -Gestalter haben in Sachsen wenig sichtbare Spuren hinterlassen - das Haus Rabe in Zwenkau (Landkreis Leipzig) gehört dazu. Ab dem 1. Juli ist es erstmals regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucherinnen und Besucher können dann das Gebäude und die Innengestaltung des Bauhaus-Meisters Oskar Schlemmer besichtigen.

Der Architekt Adolf Rading plante und baute das Haus Rabe in den Jahren 1929 bis 1931 für das Ehepaar Rabe als Wohnhaus und Arztpraxis. Unumstritten war das Vorhaben damals nicht: Behörden bemängelten die moderne Architektur und nahmen Anstoß am «flachen Dach und der cubisch nüchternen Form», wie die heutige Besitzerin, die Kulturstiftung Landkreis Leipzig, in einer Broschüre schreibt.

Bis in die 1990er-Jahre hinein blieb das Haus eine Arztpraxis und ging danach in den Besitz eines Hamburger Kunsthändlers über, wie eine Sprecherin der Kulturstiftung erklärt. Erst im vergangenen Jahr übernahm die Stiftung das Gebäude und macht es jetzt - wegen der Corona-Pandemie mit Verspätung - einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Heute gilt das Haus Rabe als Gesamtkunstwerk der Klassischen Moderne, auch wegen einer dreiteiligen Wandskulptur in der Wohnhalle und Wandmalereien des Bauhaus-Meisters Oskar Schlemmer. In den früheren Schlafräumen der Familie sollen temporäre Ausstellungen gezeigt werden. Eine Anmeldung ist für den Besuch erforderlich. Interessierte können sich auf der Internetseite des Hauses Rabe registrieren.

Broschüre Haus Rabe

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH