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Gedenkstätte Chemnitz-Kaßberg: 3,8 Millionen Euro für Aufbau

Mauern und Wachturm im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Mauern und Wachturm im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Land Sachsen hat für den Umbau des ehemaligen Gefängnisses Gedenkstätte Chemnitz-Kaßberg zur Gedenkstätte 3,2 Millionen Euro bereitgestellt. Sie soll sich «mit allen dunklen Kapiteln» der Repressionsgeschichte des Ortes auseinandersetzen, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) laut Mitteilung am Montag.

2,4 Millionen Euro stammen aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR. Rund 1,2 Millionen steuert der Bund bei; die Stadt Chemnitz investiert 180 000 Euro in den künftigen «Lernort der Demokratie». Betriebs- und Personalkosten werden dann von der Stadt und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten getragen.

Das Kaßberg-Gefängnis ist als «Tor zur Freiheit» bekannt. Von dort aus wurde zwischen 1963 und 1989 die Abschiebung von über 30 000 DDR-Häftlingen abgewickelt, die die Bundesrepublik freigekauft hatte. Vor 1945 nutzte die Gestapo des Naziregimes die Haftanstalt für politische Gefangene und im Zuge der Judenverfolgung. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte der sowjetische Geheimdienst NS-Verbrecher sowie der Spionage oder Sabotage Beschuldigte dort unter. Seit 2011 bemüht sich ein Verein um die Einrichtung des Lern- und Gedenkorts.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Mauern und Wachturm im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild