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Freistaat fördert Gedenkort am ehemaligen Gefängnis Kaßberg

Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild
Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Das ehemalige DDR-Gefängnis Kaßberg in Chemnitz soll eine weitere Förderung des Freistaates erhalten. Insgesamt erhalte der heutige Lern- und Gedenkort 100.000 Euro aus Mitteln der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR, den sogenannten PMO-Mitteln, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in Dresden mit. Damit soll die historische Rotunde des Gefängnisses zu einem Veranstaltungs- und Sonderausstellungsraum ausgebaut werden. In ihm sollen unter anderem künstlerische Workshops, Buchvorstellungen oder Filmvorstellungen stattfinden.

«Der Verein setzt sich seit über zehn Jahren mit großem Engagement dafür ein, auf dem Gelände der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt Kaßberg einen Lern- und Gedenkort einzurichten», erklärte Kulturstaatsministerin Barabra Klepsch. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte das ehemalige Gefängnis Fördergelder in Höhe von 3,6 Millionen Euro erhalten. Mithilfe des Geldes soll bis Herbst 2023 im ehemaligen Hafttrakt B des Abschiebegefängnisses eine Gedenkstätte entstehen.

Der 1989 vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) genutzte Gefängnisteil verfügte über 163 Zellen, in denen 329 Häftlinge untergebracht werden konnten. Von dort wurden fast 30 000 Häftlinge gegen Devisen freigekauft und abgeschoben. Die Gedenkstätte wurde 2011 gegründet.

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