Die Fertigstellung des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin ist aus Sicht des Generalunternehmers ohne zusätzliche Bundesmittel gefährdet. Das Stuttgarter Büro von Milla & Partner hat nach Angaben vom Freitag die für Bundesbauten zuständige Bundesanstalt für Bauwesen und Raumordnung sowie das Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) um eine Anschlussfinanzierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro gebeten. Ohne die Mittel, deren Notwendigkeit auch mit «massiver Baukostensteigerung plus Inflation» begründet wird, sei der Bau «grundsätzlich gefährdet». Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet.
Das seit Jahren umstrittene Denkmal entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft von Humboldt Forum und ehemaligem DDR-Staatsratsgebäude auf dem Sockel am Standort des früheren Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm in Berlins Mitte. Das Konzept der 50 mal 18 Meter großen Konstruktion sieht eine riesige begehbare Schale vor. Bewegen sich ausreichend viele Menschen zu einer Seite, neigt sich die Waage entsprechend.