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Dresdner Damaskuszimmer nach Vierteljahrhundert restauriert

Nach einem Vierteljahrhundert sind alle Bestandteile des Dresdner Damaskuszimmers restauriert und konserviert. Damit erhalte der im Museum für Völkerkunde aufgebaute Empfangsraum eines Damaszener Altstadthauses aus dem 19. Jahrhundert seine ursprüngliche Form «als Ort gelebter Gastfreundschaft» zurück, wie die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, laut Mitteilung vom Freitag sagte. Er sei wie kein zweites Exponat «als eine Repräsentation des Willkommenheißens» zu verstehen und lade nach Jahren aufwendiger Restaurierung im Japanischen Palais ein, «miteinander ins Gespräch zu kommen, Tee zu trinken, zu lesen, zuzuhören und zu verweilen».

Eine Ausstellung gewährt ab 8. September Einblicke in die Damaszener Gastfreundschaft sowie deren öffentliche und private Formen weltweit. Die Räumlichkeiten können auch von Besuchern für Projekte und Angebote genutzt werden. «Das Damaskuszimmer erinnert mich an die Menschen, die uns verlassen haben», sagte Fotografin und Mitkuratorin Rania I. Kataf aus Damaskus, die Porträts von Menschen aus ihrer Heimatstadt beisteuerte, deren Geschichten in einem Raum für offenen Austausch und Begegnung nachzulesen sind.

Das auf 1810-11 datierte Dresdner Damaskuszimmer wurde mit Hilfe privater Spenden restauriert. Die aus mehr als 100 Teilen bestehende Rarität gelangte 1899 nach Deutschland, seit 1930 ist sie in der Elbestadt, wurde aber erst 1997 aus dem Depot geholt. Der Name Damaskuszimmer steht für prächtig bemalte und mit Metallen verzierte Vertäfelungen, wie sie in Wohnhäusern wohlbetuchter Bürger üblich waren. Arabische Inschriften, Stadtlandschaften, Obstschalen und Blumensträuße schmückten den Empfangsraum für Gäste und repräsentierten den Status des Hausbesitzers - nur wenige dieser Zimmer sind in Sammlungen weltweit zu finden.

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