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Zschäpe distanziert sich von Befangenheitsanträgen

25.03.2017 von

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat sich von mehreren Befangenheitsanträgen distanziert, die drei ihrer Pflichtverteidiger in der vergangenen Woche für sie stellten. In einem handgeschriebenen Brief an den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl teilte Zschäpe mit, die Ablehnungsgesuche seien «ohne mein Wissen, vorherige Absprache oder meine Zustimmung» gestellt worden. Die Geschäftsstelle des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) verteilte das Schreiben an die Prozessbeteiligten, der Deutschen Presse-Agentur liegt eine Kopie vor.

Ein OLG-Richterkollegium hatte nach dem Eingang der Befangenheitsanträge entschieden, sie in einem einheitlichen Verfahren abzuarbeiten.​ Das Gericht verschob den nächsten Verhandlungstermin deshalb auf Mittwoch.

Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an allen Verbrechen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» angeklagt. Dazu gehört eine Serie von neun Morden an türkisch- und griechischstämmigen Gewerbetreibenden aus Fremdenhass.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Kneffel

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