Bei Kontrollen in Sachsens Gefängnissen sind 2022 weniger Drogen und Handys sichergestellt worden als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Justizministeriums summierte sich die Menge der entdeckten Betäubungsmittel auf rund 978 Gramm - das war fast ein halbes Kilo weniger als 2021. Im ersten Halbjahr 2023 wurden 382 Gramm gefunden, das spricht für einen neuerlichen Rückgang. In den meisten Fällen handelte es sich um Cannabis und Crystal.
«Jeder Betäubungsmittelfund im Justizvollzug wird an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben», sagte eine Ministeriumssprecherin. Wenn sich der Stoff einer Person zuordnen lasse, werde gegen diese ermittelt. Die Ergebnisse würden jedoch statistisch nicht erfasst.
Vor allem im geschlossenen Vollzug werden den Angaben nach alle von Gefangenen genutzten Räume regelmäßig auf versteckte Gegenstände, Drogen oder sicherheitsrelevante Beschädigungen durchsucht. Auch Spürhunde, die Drogen oder Datenträger erschnüffeln können, seien dabei im Einsatz. Arbeits- und Aufenthaltsbereiche sowie Außenanlagen werden ebenfalls überprüft - und es gibt anlassbezogene Durchsuchungen von Hafträumen.