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Urteil im Prozess gegen Rechtsreferendar erwartet

03.12.2019 von

Foto: Das Landgericht in Leipzig. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Archivbild

Im Prozess gegen einen Rechtsreferendar wegen der Beteiligung an Neonazi-Krawallen im Leipziger Stadtteil Connewitz 2016 wird heute ein Urteil des Landgerichts erwartet. Vom Amtsgericht Leipzig war der 27-Jährige vor etwa einem Jahr wegen Landfriedensbruchs zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dagegen legte er Berufung ein (Az.: 10 Ns 617 Js 43983/16).

Eigentlich war schon vergangene Woche der letzte Verhandlungstermin angesetzt. Nachdem jedoch zwei Zeugen unentschuldigt nicht zu dem Prozess erschienen waren, setzte die Kammer einen weiteren Termin am heutigen Dienstag an.

Für den Rechtsreferendar am Landgericht Chemnitz geht es auch um seine berufliche Karriere: Würde er zu mehr als einem Jahr verurteilt, hätte er keine Zukunft im Staatsdienst. Allerdings sei ein Ausschluss aus dem öffentlichen Dienst auch wegen Zweifeln an der Verfassungstreue möglich, sagte ein Gerichtssprecher. Derzeit untersuche die Staatsanwaltschaft, ob ein Tattoo auf der Brust des Mannes ein Hakenkreuz zeigt, erklärte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Das Landgericht in Leipzig. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Archivbild

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