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Tod im Pool: Prozessbeginn nicht vor Mitte des Jahres

Justitia-Abbildungen sind an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
Justitia-Abbildungen sind an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Prozess um den Tod zweier Partygäste in einem Pool in Gerichshain (Landkreis Leipzig) wird nicht vor Mitte dieses Jahres beginnen. Die Anklage sei zugelassen, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Grimma. Mit der Eröffnung des dem Hauptverfahrens wegen der coronabedingten Einschränkungen und der vielen Teilnehmer des Prozesses sei aber erst in einigen Monaten zu rechnen. Zwei Männer müssen sich wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Männern bei einer privaten Weihnachtsfeier einen Block Trockeneis in den Pool gekippt haben - mit fatalen Folgen. Zu dem Zeitpunkt, gegen 2.30 Uhr morgens am 22. Dezember 2019, hielten sich drei Gäste in dem beheizbaren Becken auf. Das Trockeneis war zügig geschmolzen. Dabei war laut Anklage Kohlenstoffdioxid freigesetzt worden und hatte sich über der Wasseroberfläche gesammelt. Die drei Männer im Pool wurden laut Staatsanwaltschaft bewusstlos und gingen unter.

Ein 20-Jähriger und ein 39-Jähriger ertranken. Das dritte Opfer, ein damals 47 Jahre alter Mann, konnte wiederbelebt werden. Er sei einige Tage im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt worden. Bleibende körperliche Schäden seien bei ihm nicht bekannt. Einer der Angeschuldigten ist laut Staatsanwaltschaft der Veranstalter der Weihnachtsfeier.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH