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Tod durch Kopfschuss: Angeklagter weist Mordabsicht zurück

Nach dem Tod eines 19-Jährigen in Folge eines Kopfschusses in Schkeuditz hat der 20 Jahre alte Angeklagte eine Mordabsicht zurückgewiesen. Wie sein Verteidiger am Freitag vor dem Landgericht in Leipzig erklärte, hatte sich der tödliche Schuss gelöst, als das Opfer die Schusswaffe aus dem Kofferraum eines Autos nahm. Er und der Angeklagte seien auf dem Weg zur Übergabe von fünf Kilogramm Marihuana an einen Abnehmer nahe der Bundesstraße 6 bei Schkeuditz gewesen.

Der Schuss habe den 19-Jährigen ins Gesicht getroffen, weshalb er sofort tot gewesen sei, erklärte der Verteidiger. Anschließend habe der Angeklagte der Leiche eine Mülltüte über den Kopf gezogen und diese vergraben. Durch den Handel mit Drogen habe sein Mandant versucht, Schulden in hoher fünfstelliger Summe zu begleichen, so der Verteidiger. Das Opfer habe dem Angeklagten dabei geholfen.

Zum Auftakt des Prozesses Anfang Juli hatte der Angeklagte geschwiegen. Gegen den 20-Jährigen wurde Anklage wegen Mordes in Tateinheit mit besonders schwerem Raub mit Todesfolge erhoben. Laut Staatsanwaltschaft soll er am 11. Januar in Schkeuditz den 19-Jährigen mit einem Schuss in den Kopf getötet haben. Anschließend soll er dem Opfer Sporttaschen mit mehreren Kilogramm Cannabisblüten gestohlen haben.

Das Landgericht hat insgesamt 13 Termine bis Mitte November angesetzt. Der Verteidiger kündigte für die Folgetermine eine weitere Erklärung des Angeklagten an.

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