Nach einer Serie von Bränden in Leipzig hat der Prozess gegen einen 34-Jährigen vor dem Landgericht Leipzig begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vorsätzliche Brandstiftung in mehreren Fällen sowie versuchten Mord vor.
Zum Prozessauftakt machte der Angeklagte keine Angaben zu den Vorwürfen. Dies habe sein Verteidiger zum Prozessbeginn vor dem Landgericht Leipzig gesagt, teilte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mit.
Mann rettete sich aus brennendem Wohnwagen
Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte in den Nächten vom 14. bis 20. Juni vergangenen Jahres verschiedene Fahrzeuge und einen Wohnwagen in Brand gesetzt haben. In dem Wohnwagen hatte ein Mann geschlafen. Dieser war von dem Rauch wach geworden und hatte den Brand selbst gelöscht.
Die Staatsanwaltschaft sieht in diesem Fall die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als erfüllt an. Man habe damit rechnen müssen, dass zu nächtlicher Zeit ein Mensch in dem Wohnwagen schlief, hieß es.
Laut Gerichtssprecherin hatte die Polizei die Gegend, in der die Brände ausbrachen, genauer beobachtet. Den Ermittlern fiel dabei der nun angeklagte Mann auf, als er versucht haben soll, ein Feuer über den Außenspiegel eines Wagens zu legen. Er wurde festgenommen und angeklagt.
Das Verfahren ist sehr aufwendig. Das Gericht hat weitere Verhandlungstage bis Ende März angesetzt. Es wurden mehr als 80 Zeugen geladen. Ein psychiatrischer Gutachter wird sein Gutachten über den Angeklagten vortragen.
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