Die Polizei prüft ein angebliches Kaufangebot an die Redaktion der MDR-Sendung «Kripo live» für aus dem Dresdner Grünen Gewölbe gestohlenen Schmuck. «Im Moment können wir noch nicht einschätzen, ob das Trittbrettfahrer sind oder ob da was dran ist», sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden am Montagmorgen. Der MDR hatte am Sonntagabend über das angebliche Kaufangebot berichtet.
Dem Bericht zufolge hatte zuvor eine israelische Sicherheitsfirma «über dieselbe verschlüsselte Mailadresse» ein anonymes Kaufangebot über demnach neun Millionen Euro für zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe erhalten. Im Rahmen der Recherche zu dem Fall habe die Redaktion von «Kripo live» die Mailadresse kontaktiert und schließlich ein drittes Schmuckstück angeboten bekommen. «Auch dafür verlangten die mutmaßlichen Täter die Zahlung von mehreren Millionen Euro in Bitcoins», berichtete der MDR. In einer weiteren Mail an die Redaktion sei die Forderung plötzlich «auf eine deutlich geringere Summe» gesunken. In einer nachfolgenden Mail habe es dann geheißen: «Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen.»